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Schlagwort: Uluru

Urlaub im Northern Territory

Im nächsten Teil der kleinen Serie zur Vorstellung der Urlaubsregionen in den States und Territories geht es dieses Mal ins Northern Territory (NT) – das Red Centre sowie das Top End. Das NT hat ganz viel Einsamkeit parat, schließlich leben hier auf einer Fläche 3,7 mal so groß wie Deutschland nur gut 250.000 Einwohner. Dafür gibt es ganz viel atemberaubende Natur – vom Uluru im Zentrum Australiens, über tolle Nationalparks, bis hin zu den Stränden im Norden.

Northern Territory lässt sich in 7 Regionen einteilen:

  • Darwin & Surrounds
  • Kakadu & Surrounds
  • Arnhem Land
  • Katherine & Surrounds
  • Alice Springs & Surrounds
  • Uluru & Surrounds
  • Tennant Creek & Barkly Region

Klimatisch ist das NT auch in das Top End und das Red Centre getrennt.
Im Norden ist es tropisch. Das bedeutet schwül-warme Regenzeit zwischen November und April, mit der Gefahr für Monsune und Zyklone.
Im Red Centre hingegen herrscht trockenes Wüstenklima. Im Sommer kann es bis zu 50°C heiß werden. Im Winter hingegen wird es nachts sehr kalt (knapp über 0°C) und tagsüber angenehm mild. Damit eignet sich das NT im australischen Winter sehr gut zum Reisen, wenn es im Norden trocken und im Zentrum nicht heiß ist.

Darwin & Surrounds

Wie der Name schon verrät, liegt hier die NT-Hauptstadt Darwin. Darwin ist ein niedliches kleines Städtchen mit wunderschönen Stränden und einem kleinen Stadtzentrum. Wer sicher baden möchte, springt jedoch lieber in den gesicherten Darwin Waterfront Precinct, da überall sonst Krokodile und Würfelquallen ihr Unwesen treiben könnten.
Darwin zieht die meisten Touristen im NT an und ist ein sehr guter Ausgangspunkt für die umliegenden Nationalparks. Ca. 1 Stunde südlich von Darwin liegt der Litchfield Nationalpark. Er ist berühmt für seine Wasserlöcher und Wasserfälle in denen man in der Trockenzeit baden kann. In der Regenzeit können sich hier jedoch Krokodile ansiedeln, die zur Trockenzeit wieder vertrieben werden.
Ca. 1 Stunde östlich von Darwin liegt der Mary River Nationalpark. Dieser beherbergt riesige Feuchtgebiete und ist die Heimat unzähliger Vögel.

Kakadu & Surrounds

Der Kakadu Nationalpark liegt östlich vom Mary River Nationalpark. Er ist durchgehend bewaldet und war lange Zeit Heimat von Wasserbüffelfarmen. Heute ziehen die Wasserlöcher (zum Baden), Aboriginal Rock Art, schöne Wanderungen über Felsen und Berge sowie die Möglichkeit des offroad-Fahrens Touristen in seinen Bann.
Zentraler Anlaufpunkt ist das kleine Dörfchen Jabiru.
Von Jabiru aus geht es über eine lange Sackgasse zur weltberühmten Cahills Crossing. Die Straße führt hier durch den East Alligator Rivers. Bei Flut drück das Meer den Fluss hinauf und schiebt Fische über die Straße. Das wissen auch dutzende Krokodile und lassen sich die Mahlzeit schmecken. Bei Ebbe steht deutlich weniger Wasser auf der Straße und die Krokodile verziehen sich.
Zum Beobachten gibt es zwei Aussichtspunkte direkt links und rechts der Straße.
Fährt man über die Cahills Crossing, gelangt man nach Arnhem Land.

Arnhem Land

Arnhem Land ist ein Gebiet, welches fast ausschließlich den Australischen Ureinwohner vorbehalten ist. Von daher ist das Betreten von Arnhem Land nur mit einer Erlaubnis gestattet.
Vom Kakadu Nationalpark geht es nach Arnhem Land nur über die Cahills Crossing oder mit dem Flugzeug. Südlich von Katherine gibt es noch einen weiteren, unbefestigten Zugangsweg.

Katherine & Surrounds

Südlich des Kakadu Nationalparks befindet sich das kleine Städtchen Katherine. Neben dem Stadtzentrum mit Supermarkt, gibt es hier besonders die Katherine Hot Springs hervorzuheben. Diese Thermalquelle liegen auch im Herzen der Stadt und laden zum kostenlosen Baden ein.
Nördlich von Katherine befindet sich der Nitmiluk Gorges Nationalpark. Dieser beherbergt große Schluchten, von denen die ersten 3 mit dem Boot befahrbar sind. Nach der ersten Schlucht kann man sogar auf das Kanu umsteigen, da Salzwasser-Krokodile nach Regensaison entfernt werden.

Alice Springs & Surrounds

Im Süden des Nothern Territory, im Red Centre Australiens befindet sich die Stadt Alice Springs, direkt am Stuart Highway. Hier laden die Royal Flying Doctors und die School of the Air in ihre Besucherzentren ein.
Alice Springs ist ein möglicher Ausgangspunkt zum Uluru. Allerdings sei hier auf die Entfernung – ca. 450km – hingewiesen.
Gut 300km entfernt, auf dem Weg zum Uluru, kann man den sehr sehenswerten Kings Canyon besuchen.

Uluru & Surrounds

Der Uluru ist weltbekannt. Dieser Felsen erhebt sich regelrecht magisch aus dem flachen, roten Sand.
Es ist möglich, den Uluru mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu umrunden. Eine Umrundung ist etwa 11km lang. Drum herum gibt es verschiedene Foto-Punkte, an denen sich die Touristen jeweils zum Sonnenauf- und -untergang treffen, um den Uluru im besten Licht einzufangen.
In der Nachbarschaft befindet sich auch Kata-Tjuta – eine toll anzusehende Felsenschlucht im flachen Land.
Die kleine Stadt Yulara ist Ausgangspunkt für jegliche Aktivitäten. Hier gibt es ein kleines Ortszentrum, Hotels und einen Campingplatz.

Tennant Creek & Barkly Region

Diese Region ist Mitten im Nirgendwo zwischen Alice Springs und Darwin und nur etwas kleiner als Deutschland. Dafür ist das Land mit seinen 6.000 – 7.000 Einwohnern doch sehr dünn besiedelt. Das größte Dorf ist Tennant Creek, liegt direkt am Stuart Highway und hat ca. 1700 Einwohner.

Art des Reisens

Es gibt 3 Nationale Highways:

  • den Stuart Highway von Süden nach Norden,
  • den Barkley Highway vom Stuart Highway nach Osten nach Queensland
  • den Victoria Highway von Katherine nach Westen nach Western Australia

Daneben gibt es noch kleinere Highways, z.B. den Lasseter Highway von Alice Springs zum Uluru. Auch dieser ist komplett asphaltiert.

Seit 2004 gibt es eine durchgehende Bahntrasse von Alice Springs bis Darwin. Diese wird jedoch zumeist für den Güterverkehr genutzt. Personenverkehr findet nur in Form des Luxus-Reisezugs „The Ghan“ statt, der eher die Outback-Experience als Ziel hat statt eine schnell Verbindung.

Am schnellsten ist sicherlich das Flugzeug. Darwin ist international angebunden. Die kleineren Orte und der Uluru haben nationale Flughäfen. Ansonsten gibt es diverse kleine Start- und Landepisten für den lokalen Individualverkehr.

Big Things

Im NT befinden sich diverse „Big Things“. Die 7 herausragendsten sind:

  • Big XXXX Can, in Kulgara
  • Big NT Stubbie, in Larrimah
  • Big Jumping Crocodile, am Adelaide River
  • Big Boxing Crocodile, in Humpty Doo
  • Big Buffalo, in Darwin
  • Big Anmatyerr Man, in Aileron
  • Big Aboriginal Woman and Child, in Aileron

Hier Hören:

Klima

Wenn man an Australien denkt, hat man Sonnenschein und warme Temperaturen im Kopf. Zumindest ging uns das schon mehrmals so. Doch ganz so einfach lässt sich das Wetter in Australien nicht zusammenfassen. Daher gibt es hier nun eine Folge über das Klima in Australien.

Jahreszeiten in Sydney

In Sydney sind die Jahreszeiten durchaus ausgeprägt.
Im Sommer kann es sehr heiß werden, dafür ist die Luftfeuchtigkeit auch eher hoch und lässt die Temperaturen drückend werden.
Im Herbst färben auch hier viele Bäume ihre Blätter bunt, bevor diese dann abfallen. Meist ist es bis Ende April noch angenehm warm, sodass man sogar noch im Ozean baden gehen kann. Der Mai wird meist schon empfindlich kühler.
Ab Juni herrscht offiziell Winter. Bedingt durch die fehlende Isolierung, dünne Fenster und luftige Bauweise kann es nachts schon mal kalt im Haus werden. Wir hatten im Winter regelmäßig nur 13°C im Haus. Da kommen einem die 6°C draußen sehr kalt vor – Mütze und dicke Jacke sind im Winter nicht unüblich.
Der Frühlingsbeginn im September ist meist noch frisch, bevor es dann im Oktober langsam wärmer wird. Der November zeigt dann schon erste Hochsommertage, oft gefolgt von kühleren Tagen bis maximal 20°C. Diese Schwankungen sind zum Jahreszeitenwechsel nicht unüblich.

Perth hat im Westen Australien hat übrigens ein ganz ähnliches Klima wie Sydney.

Regen

Sydney verzeichnet im Jahr etwa 1200mm Regen pro Jahr. Das ist doppelt so viel wie Berlin. „East Coast Lows“ über der Tasman Sea sorgen im Winter für besonders viel und ausdauernden Regen.
Im Norden Australiens geht der Niederschlag bis auf 2000mm hoch – hier in den Tropen gibt es dann im Sommer Zyklone und konsequenterweise Regenwälder.
Perth im Westen kommt nur auf etwa 700mm Regen pro Jahr und Alice Springs im Herzen Australien sogar nur 300mm, aber eben nicht komplett trocken.

Sonnenschein

Trotz des, im Vergleich zu Mitteleuropa, vielen Regens, scheint auch viel die Sonne. Sydney kommt auf fast 2600 Sonnenstunden, Perth als Spitzenreiter sogar auf 3200h – das ist doppelt so viel wie Hamburg.
Auf Grund der geographischen Lage nah am Äquator und im Sommer näher zur Sonne ist hier die UV-Strahlung besonders hoch. UV-Index 14 und im Norden noch höher sind im Sommer die Norm – ab UV-Index 3 ist Sonnenschutz nötig. Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50+ ist hier also an der Tagesordnung. Zusammen mit einem Hut, einem T-Shirt, einer Sonnenbrille und Schutz im Schatten („Slip, Slap, Slop, Seek, Slide“) ist man dann gut geschützt.
Im Zentrum Australiens bringt die Sonne im Sommer auch unerträgliche Hitze mit sich, sodass Aktivitäten am Uluru nur in den Morgen- und Abendstunden möglich sind.

Trockenheit

Dürreperioden gehören zu Australien. Die viele und harsche Sonne trocknet das Land schnell aus. Wenn dann noch der Regen wegbleibt, kommt es schnell zur Dürreperiode. Die letzte/aktuelle Dürreperiode in Australien begann im Januar 2018. Ob die trotz des Regens seit Februar beendet ist, kann noch nicht abschließend gesagt werden. Die vorherige Dürre von 2001 bis 2009 hatte auch feuchtere Phasen zwischendurch, die jedoch nicht ausreichten, um den Prozess des Austrocknens nachhaltig zu stoppen.
Als Konsequenz steigt dann die Wald- und Grasbrandgefahr. Der „Black Summer“ 2019/2020 hat das eindrucksvoll bewiesen, als unzählige Feuer an der Australischen Ostküste über Monate unkontrollierbar wüteten.

La Niña und El Niño

Wenn der Ostpazifik kühler und der Westpazifik wärmer als normal ist, strömt feuchte Luft Richtung Westen und sorgt für mehr Regen an Australiens Ostküste. Dieses Phänomen wird La Niña und ist für den Sommer 2020/2021 vorhergesagt.
Im Gegensatz dazu bringt El Niño Trocken nach Australien, weil die feuchte Luft vom kühleren Westpazifik in Richtung wärmen Ostpazifik strömt.

Melbourne – vier Jahreszeiten an einem Tag

In Australien wird im Zusammenhang mit Melbourne, der Hauptstadt von Victoria an der Südküste, oft über die Stadt mit den vier Jahreszeiten an einem Tag gesprochen. Kommt der Wind im Sommer vom Inland, bringt er heiße Temperaturen mit sich. Wechselt er dann jedoch im Laufe des Tages auf Süden, strömt Antarktische Luft in die Stadt und lässt es entsprechend kühl werden. Temperatursprünge von über 20°C in wenigen Minuten bis Stunden sind dann keine Seltenheit.

Beste Reisezeit

Will man den Australischen Süden bereisen, eignet sich der späte Frühling über den Sommer bis in den Herbst hinein am besten (also die europäischen Wintermonate). Dennoch sollte auch immer Gepäck für kühlere Tage oder Regen eingeplant werden.
Den warmen Norden oder das trockene Zentrum bereist man lieber in den australischen Wintermonaten, also etwa von April bis Oktober. Die anderen Monate sind natürlich nicht kategorisch ausgeschlossen, doch der Sommer bringt so seine Probleme, wie hohe Hitze oder Zyklongefahr mit sich.

Hier hören:

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P.S.: Soundtechnisch gibt es ein paar kleine „unrunde“ Stellen, die ich auf Grund grober Schnitzer neu einsprechen musste. Der Inhalt wird davon jedoch nicht beeinträchtig 😉

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