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Schlagwort: Big Things

Was ist anders in Australien

Mit dem frischen Blick aus Deutschland fiel uns nun noch einmal mehr auf, was denn in Australien so alles anders ist. Das Ergebnis gibt es in einem bunten Potpourri.

Arbeit

  • Die Australier:innen kündigen gern schon mal ihren Job, bevor sie eine neue Stelle haben
  • Sie wechseln allgemein häufiger ihre Arbeitsstellen
  • Ownership / Commitment ist nicht so ihre Stärke
  • Normalerweise hat man 20 Tage Urlaub und 10 Krankheitstage pro Jahr – diese summieren sich monatlich auf
  • Die Arbeitszeit ist eher so 9 – 17Uhr, anschließend ist es im Büro verweist
  • Freitags geht es gern nach der Arbeit zusammen mit den Kolleg:innen noch in den Pub

Schule

  • Beginnt mit der Vorschulklasse „Kindergarten“ (die KITA nennt sich Pre-school)
  • Endet nach der 12. Klasse
  • Schuluniformen an fast allen Schulen
    • Public Schools eher bequemer: Poloshirt und kurze Hose
    • Private Schools: formal mit Anzug, Hemd und Krawatte, Rock mit Strumpfhose für die Mädchen
  • Aufgeteilt in „Terms“, je 10 Wochen, getrennt durch 2 Wochen Ferien, bzw. 6 Wochen im Sommer
  • Viele Privatschulen
  • Öffentliche Schulen in fast jedem Subburb
  • Katholische Schulen sind auch öffentlich, aber doch etwas besonderer als „normale“ öffentliche Schulen
  • Schule als Ganztagskonzept
    • Alle Schulen fangen zu ähnlicher Zeit gegen 9 Uhr morgens an und enden zu ähnlicher Zeit gegen 15Uhr nachmittags
    • Reicht das nicht, gibt es die „After-School-Care“
      • Zumeist private Anbieter für eine Art Hort vor oder nach der Schule
      • Alternativ gibt es viele Vereine und sportliche Aktivitäten
  • Die Klassen einer Klassenstufe werden jedes Jahr neu gemixt – hier gilt es also ganz nach Vorbild der Erwachsenen schnell neue Freunde zu finden

Einkaufen

  • Sonntag geöffnet
  • Dafür in der Woche meist nur bis 17 Uhr geöffnet – Supermärkte öffnen jedoch länger
  • Es gibt noch zahlreiche kleine Spezialwarenläden
  • „Buy Local“ – die lokale Wirtschaft / Gemeinschaft unterstützen
  • Online Shopping noch immer recht klein, aber am Wachsen – Versand noch immer teuer und lang
  • Supermärkte sehr Food-orientiert, non-Food nur Reinigungsmittel und Drogerie, keine Anziehsachen oder Spielzeuge
  • Alkohol gibt es meist nur in separaten Geschäften – „Bottle Shops“
  • Lebensmittel sind etwas länger haltbar
    • Vielleicht mehr Konservierungsstoffe oder niedrigere Kühlung
    • In jedem Fall hilfreich, wenn man einen weiteren Weg zum Supermarkt hat und etwas bevorraten möchte
  • Lebensmittel sind teurer, insbesondere Alkohol
  • Elektronik hingegen etwas günstiger
  • 10% „Goods and Services Tax“ – Mehrwertsteuer
  • Australien ist eine Konsumgesellschaft – die Menschen geben zumeist das Geld mit vollen Händen aus

Reisen

  • Gute Urlaubsplaner – kurzfristig wird es schwierig etwas zu finden
  • Lieber Fernreisen als im eigenen Land (Australien ist deutlich Teurer als z.B. Asien)
  • Städtetrips lieber mit dem Flugzeug, wegen der großen Entfernungen
  • Big Things ansehen, wenn man mit dem Auto unterwegs ist
  • Grey Nomads – Senioren, die mit dem Wohnwagen Australien umrunden
    • gern mal 1 – 2 Jahre lang
  • Diesel kostet mehr als Benzin, ist dafür aber Preisstabiler
    • Allgemein sind Preise aber günstiger als in Deutschland

Alltag

Im Alltag

  • Weniger Raucher
    • In Restaurants (auch im Außenbereich) und im Umkreis von 10m darf nicht geraucht werden
    • Rauchen ist sehr teuer
  • Viele internationale Restaurants, auch in Außenbezirken
  • Kostenlos Wasser im Restaurant
    • Keine bösen Blicke, wenn man nichts trinkt
    • Machen mit Essen genug Umsatz
  • Kein Trinkgeld erwartet, da man davon ausgeht, dass die Angestellten gut bezahlt werden
    • Es wird dennoch gern gesehen, wenn man ein wenig Trinkgeld gibt
  • Keine Bratwurst, dafür Pie an jeder Ecke
    • Teigtasche in kleiner Kuchenform mit herzhafter Füllung
  • Freundlicher zueinander
    • Man grüßt sich beim Wandern oder Spazieren
    • Defensive Autofahrer
  • Der wärmere Winter fühlt sich kälter an
    • In Sydney wird es meist nicht kühler als 6°C in der Nacht
    • Tagsüber eigentlich immer zweistellige Temperaturen
    • Dennoch fühlt es sich kalt an…
    • Häuser haben keine Dämmung
    • Fenster nur einfach verglast und teilweise nicht dicht – Wärme von drinnen zieht also schnell raus
    • Heizen entweder über Klimaanlage/Lüftung oder Gasthermen
    • Teilweise hatten wir morgens nur 13°C im Haus – das ist kalt
    • Wenn man nach Hause kommt, in das Haus nicht gleich kuschlig warm, sondern ausgekühlt, inkl. Möbel und allem
    • Im Winter bei Sonnenschein ist es angenehm warm, sobald die Sonne nachmittags untergeht, wird es schnell kühl
    • Sonnenschein erzeugt falschen Eindruck der Wärme – man kleidet sich also entsprechend gern mal zu dünn
  • Laufen gerne barfuß
    • Nicht nur am Strand, sondern auch in den Straßen und Shopping Centren
  • Fahrradfahren in Sydney eher ein aktiver Sport, weil zu bergig für gemütlichen Fahrradausflug
  • Bargeldlos bezahlen
    • Fast überall kann man bargeldlos bezahlen
      • beim Frisör, auf dem Markt, am Eisauto
    • In Sydney kann man sogar Bus und Bahn fahren mit Kreditkarte als Fahrschein
  • Miete und Hauspreise sehr viel teurer
    • Miete ist wöchentlich ausgegeben
  • Verschiedene Zeitzonen
    • West-, Zentral und Ost, wobei West und Zentral 1,5h voneinander entfernt sind
    • Wichtig zu beachten, wenn Call Centre z.B. in Adelaide liegen und entsprechend andere Sprechzeiten haben
    • Unterschiedliche Nutzung der Sommerzeit – je nach State oder Territory geregelt (im Norden eher keine, im Süden meist Sommerzeit)
  • Wahlpflicht für Staatsbürger
    • Hunderte Dollar Strafe, wenn man nicht wählen geht

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Urlaub in TAS

Im dritten Teil der kleinen Serie zur Vorstellung der Urlaubsregionen in den States und Territories geht es dieses Mal nach Tasmanien (TAS) oder „Tassie“, wie es die Australier nennen. Tasmanien hat Ähnlichkeiten zu Neuseeland: es gibt viele Wälder, unberührte Natur, Strände und Berge und das alles bei einem gemäßigten, eher etwas kühleren Klima. Also die perfekte Urlaubsdestination, um mal ein wenig Abstand zu bekommen und das Leben zu genießen.

Geschichte

Tasmanien wurde vor etwa 40.000 Jahren erstmals von den Ureinwohnern besiedelt. Es wird vermutet, dass es damals noch eine Landbrücke zum Australischen Festland gab, die heute unter der Tasman Sea liegt.
Somit wurde das südöstlich vor Australien liegende Tasmanien zur Insel – der größten australischen Insel.
Nach der Gründung Sydneys segelten die ersten Siedler weiter nach Hobart und gründeten dort die zweite Siedlung. Anfangs war Tasmanien noch Teil der Kolonie New South Wales. 1825 wurde es eigenständig und „Van Diemen’s Land“ genannt. 1856 änderte sich der Name zu Tasmanien und wurde 1901 ein eigener State im Commonwealth of Australia.
Bis 1856 kamen etwa 75.000 Convicts (Verurteilte) nach Tasmanien, die entweder für freie Siedler arbeiteten oder bei besonderer Schwere der Straftat ins Arbeitslager nach Port Arthur kamen.

Allgemeines

Der State Tasmanien umfasst noch etwa 1000 weitere Inseln, die zusammengenommen etwa so groß wie Irland oder Bayern sind.
Mit gerade einmal 541.000 Einwohnern ist Tasmanien recht spärlich besiedelt.
Hobart ist die Hauptstadt und zweitälteste Stadt Australiens. Im Vergleich zu den anderen State-Capitals hat Hobart die geringsten Durchschnittstemperaturen und überraschenderweise auch den zweitgeringsten Niederschlag.
Bedingt durch die Lage inmitten der Tasman Sea, ist die Fischerei ein wichtiger Wirtschaftszweig, der sich auch auf den Speisekarten der lokalen Restaurants wiederspiegelt. Besonders Jakobsmuscheln („Scallops“) sind weit verbreitet und Hummer beliebt zur Weihnachtszeit.

Tasmanien lässt sich in 6 Regionen einteilen:

  • Hobart and South
  • East Coast
  • Launceston and North
  • North West
  • West Coast
  • Flinders Island und Kings Island

Hobart and South

Diese Destination umfasst Hobart, die Region südlich von Hobart sowie das Zentrum Tasmaniens.
Hobart zeigt beeindruckend seine Geschichte im Stadtviertel Battery Point, wo noch viele alte, kleine Häuser erhalten sind. Unweit des Hafens ist eine aktive Kunstszene in Salamanca Place zu finden. Hier gibt es auch jeden Samstag einen tollen Wochenmarkt, den man nicht verpassen sollte. Kulturell hat Hobart auch das MONA zu bieten, das Museum of Old and New Art. Dieses erreicht man per Bootsfahrt den River Derwent flussaufwärts.
Unweit des Stadtzentrums ragt der Mount Wellington, auch kunanyi genannt, bis in 1200m Höhe und bietet einen tollen Blick über die Stadt und seine Umgebung.
Südlich von Hobart befindet sich das Huonvalley, ein Obstanbaugebiet.
Südöstlich liegt die Tasman-Halbinsel. Hier lohnt sich ein Besuch der Port Arthur Historic Site – einem Arbeitslager für Strafgefangene, von welchem teilweise nur noch die Ruinen erhalten sind, aber manche Zelltrackte auch wieder aufgebaut wurden.

East Coast

Die East Coast ist gesäumt von tollen Stränden. Besonders malerisch wird es im Freycinet National Park. Hier lohnt sich ein Aufstieg auf den Berg mit Blick auf die Wineglass Bay. Vom Aussichtpunkt sind es dann etwas weniger als 1000 Stufen runter in die Bucht, die an schönen Tagen zum Baden einlädt. Allerdings geht es anschließend die fast 1000 Stufen wieder hoch.
Gen Norden kommt dann der kleine Ort Bicheno. Hier kann man abends Pinguine beobachten, wie sie in ihre Nester zurück am Strand laufen. Zur Brutzeit im Sommer kommen bis zu 200 Pinguine aus dem Meer, im Winter sind die Zahlen dann teils nur noch einstellig.
St. Helens ist ein weiteres, nettes, kleines Fischerdorf. Hier gibt es Seafood am Hafen.
Das nördliche Ende der East Coast bildet die Bay of Fires. Diese hat viele Felsen mit rotem Flechtenbewuchs zu bieten. Der Name Bay of Fires kommt jedoch von den sichtbaren Feuern der Ureinwohner, als die ersten Siedler nach Tasmanien segelten.
Landeinwärts von St. Helens geht es weiter in Richtung Norden. Hier lohnt ein Halt an der Käserei „Pyengana Dairy Company“ für einen Cheese-Platter. Der nahegelegene Wasserfall St Columba Falls lohnt dann auch noch einen Abstecher, bevor die Wege länger werden.

Launceston and North

Launceston ist die zweitgrößte Stadt Tasmaniens. Die Innenstadt bietet einen wilden Mix aus historischer Architektur und neuerlicher Bausünden. Hier empfiehlt sich das Queen Victoria Museum, welches tolle Probierstationen für Kinder bietet, aber auch eine große Schmiede-Fabrikhalle und Einblicke in die lokale Fauna. Unweit der Innenstadt liegt der Cataract Gorge. Das ist ein kleines Naturschutzgebiet mit Sessellift, Hängebrücke, Spielplatz und wilden Kängurus.
Nördlich von Launcesten befinden sich auch wieder Obstanbaugebiete. Im Sommer lohnt sich ein Abstecher dahin – die Kirschen sollen sehr lecker sein.
An der Nordküste liegt der kleine Badeort Bridport. Ein niedliches kleines Dörfchen für die lokalen Wochenendurlauber mit Campingplatz direkt am Wasser.
Südlich von Launceston wird es historisch. Der Ort Evendale ist noch sehr antik erhalten mit netten kleinen Geschäften. Die Clarendon Villa ist eine originalgetreu erhaltene Villa freier Siedler und kann besichtigt werden. Wie man damals allerdings ohne fließend Wasser und ohne Heizung dort leben konnte, ist schwer nachzuvollziehen.

North West

Im Nordwesten Tasmaniens befindet sich Devonport, der Fährhafen für die Verbindung nach Melbourne: „Spirit of Tasmania“. Ansonsten gibt es hier eher kleinere Orte.
Das Highlight ist dann der Cradle Mountain-Lake St Claire National Park. Das Cradle Mountain Besucherzentrum liegt auf etwa 900m ü.NN.. Von hier aus fährt ein Shuttlebus zu verschiedenen Wanderwegen. Besonders zu empfehlen sind die Wanderwege um den Dove Lake und zum Crater Lake. Wir konnten Wombats am Rony Creek beobachten. Mitten am Tag grasten sie friedlich neben dem Wanderweg. Diese Walks sind auch Teil der „60 Great Short Walks“ – einer Sammlung toller tasmanischer Wanderwege, die zwischen 20 Minuten und 2-3h lang sind.
Wer es etwas länger mag, kann am Besucherzentrum auf den Overland Track starten – ein 65km langer, 6 Tage dauernder Wanderweg bis zum Lake St Claire Besucherzentrum.
Der Besuch des Nationalparks kostet Eintritt. Hier lohnt sich der Holiday Pass, der für alle Nationalparks auf Tasmanien für 2 Monate gilt. Schon beim zweiten Nationalpark rentiert sich das Ticket.

West Coast

Die West Coast ist geprägt vom Bergbau. In vielen Orten gibt es Gruben, Minen oder alte Fördertürme. Ansonsten gibt es hier viel ruhige Natur und lange Entfernungen, die man auf den engen Landstraßen nicht unterschätzen darf.
Für die regionale Geschichte lohnt ein Besuch im Regional Museum Zeehan.
Das Hafendorf Strahan lädt zur Bootsfahrt ein.
In der Bergbaustadt Queenstown fährt täglich ein historischer Ausflugszug gen Strahan ab. Südlich von Queenstown wurden die Wälder vor langer Zeit für den Bergbau gerodet. Heute ist nur noch eine Mondlandschaft übrig.

Flinders Island und King Island

Diese beiden Inseln befinden sich etwas abseits der Hauptpfade. Touristen, die 1-2 Wochen Zeit für Tasmanien haben, werden kaum einen Fuß auf diese Inseln setzen. Daher geht es hier nochmal etwas ruhiger und gemächlicher zu.

Art des Reisens

Um halbwegs effizient Tasmanien bereisen zu können, empfiehlt sich ein fahrbarer Untersatz. Das kann ein Auto sein, mit Übernachtungen in Motels oder Campingplatz-Cabins oder auch ein Wohnmobil.
Wohnmobile kann man in Hobart ausleihen und zurückgeben. Dank der Spirit of Tasmania Fähre nach Melbourne kann man Tasmanien auch wunderbar in die Reiseroute als Start- oder Endpunkt oder einfach nur als Zwischenstopp einplanen. Für Wohnmobile gibt es auch immer wieder freie Stellplätze, sofern man denn keinen Strom für z.B. eine Heizung braucht.

Big Things

Auf Tasmanien befinden sich weitaus weniger Big Things als in Queensland oder New South Wales. Doch immerhin wartet eine niedrige zweistelle Anzahl darauf entdeckt zu werden. Die 7 herausragendsten sind:

  • The Big Penguin in Penguin
  • The Big Tasmanian Devil in Mole Creek
  • The Big Wickets in Westbury
  • The Big Coffee Pot in Deloraine
  • The Big Cherries in Latrobe
  • The Big Platypus in Latrobe
  • The Giant Rasperry im Derwent Valley

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Urlaub in QLD

Im nächsten Teil der kleinen Serie zur Vorstellung der Urlaubsregionen in den States und Territories geht es dieses Mal nach Queensland (QLD) – den „Sunshine State“. Dieser hat für das viele schöne Wetter unzählige Kilometer schönster Sandstrände zu bieten. Für jeden Geschmack ist etwas dabei: von Party über Einsamkeit bis gefährlich und natürlich Tauchen im Great Barrier Reef.

Queensland lässt sich in 6 (inoffizielle) Regionen einteilen:

  • South-East-Queensland
  • White Bay Burnett
  • Central Queensland
  • North Queensland
  • Far North Queensland
  • Outback Queensland

Queensland hat mit seinen etwa 5,2 Millionen Einwohner weniger als Sydney allein. Dementsprechend wird es hier eher voll von Touristen, als von den Einwohnern.
Beim Wetter hat Queensland viel Sonne, aber auch hohe Luftfeuchtigkeit und Cyclone im Sommer zu bieten. Der Norden hat dabei im Winter immer noch Urlaubstemperaturen für T-Shirt und kurze Hosen zu bieten. Hotel-Swimmingpools müssen jedoch im Winter beheizt sein, da sie sonst zu kalt zum einfachen baden sind.

South-East-Queensland

Diese Region besteht aus der Gold Coast, Brisbane und der Sunshine Coast und hat damit die meisten Einwohner zu bieten.
Gold Coast ist ein beliebtes (Party-) Urlaubsziel der Australier. An den langen Stränden von Surfers Paradise gibt es als Besonderheit zahlreiche Hochhäuser, die diesem Strandabschnitt einen ganz besonderen Anblick verleihen.
Brisbane als Hauptstadt von Queensland ist sicherlich einen Abstecher wert. Entlang des Brisbane Rivers kann man sehr schön spazieren oder auf dem Fluss mit der Fähre um die Innenstadt schippern.
Die Sunshine Coast ist ruhiger und natur-naher als die Gold Coast. Als zentraler Ort ist hier Noosa sehr beliebt. Statt Hochhäuser gibt es hier eher Hotel-Resorts.

White Bay Burnett

Hier findet sich Bundaberg, sowie die Fraser Coast mit Fraser Island, der weltweit größten Sandinsel. Doppelt so groß wie Rügen wartet Fraser Island mit Regenwäldern, Süßwasserseen und einem Highway auf dem Strand auf. Am 75 Mile Beach landen sogar Kleinflugzeuge. Zum Baden ist der Strand jedoch nicht geeignet – eine starke Strömung und gefährliche Meeresbewohner wie z.B. Haie empfehlen lieber einen Badeausflug nach Hervey Bay, dem Eingangstor nach Fraser Island auf dem Festland. Hier kann man im Winter auch Wale beobachten, die ihren frisch geborenen Nachwuchs großziehen, bevor es im Frühling wieder Richtung Antarktis geht.
Bundaberg ist weithin bekannt für seine Zuckerrohrfelder und die Rum Brennerei. Nördlich von Bundaberg, in Mon Repos, legen jährlich tausende Schildkröten ihre Eier. Das kann man von November bis März in abendlichen Touren beobachten. Die kleinen Schildkröten schlüpfen dann im Januar und besonders Februar und können bei ihrem abenteuerlichen Weg ins Wasser beobachtet werden.

Central Queensland

An der Capricorn Coast gibt es menschenleere Strände zu entdecken. Das Südliche Great Barrier Reef sorgt dann auch für gute Schnorchel- und Tauchbedingungen. Der Zentrale Ort ist hier jedoch etwas weiter im Inland: Rockhampton – die Rinderhauptstadt Australiens.
The Whitsundays locken mit Bildern wie aus dem Paradies: Seichtes Wasser, weiße Strände und türkisblaues Meer. Whiteheaven Beach ist mit seiner 7km Länge einer der hellsten Strände der Welt. Statt in einem Hotel kann man hier auch die Zeit auf einem Segelboot verbringen. Bei einem Rundflug gibt es dann auch einen Blick auf das Herzförmige Riff. Das Eingangstor zu den Whitsundays ist Airlie Beach.

North Queensland

In North Queensland wird es ruhiger – hier ist hauptsächlich Townsville zu erwähnen. Die Stadt ist der Ausgangspunkt nach Magnetic Island – die kleine und günstigere Schwester der Whitsundays. Auch Touren ins Great Barrier Reef starten in Townsville, aufgrund der größeren Entfernung sind diese jedoch meist teurer als noch weiter im Norden.

Far North Queensland

Dieses letzte, nördliche Ende der Queensland-Küste hat seinen Fokus auf dem Great Barrier Reef im Wasser und dem Tropischen Regenwald an Land.
Cairns als größte Stadt ist nett, aber auch nicht sehr besonders. Touren zum Great Barrier Reef starten entweder hier oder in Port Douglas, wobei zum Schnorcheln und Tauchen das „Outer Reef“ zu empfehlen ist, da dies noch am besten intakt ist.
Ansonsten ist Baden hier nur noch in bewachten und abgesperrten Strandabschnitten zu empfehlen – Krokodile können sowohl in Flüssen, als auch im Ozean anzutreffen sein. Im Sommer gibt es dann noch die hochgiftige Würfelqualle – es ist also Vorsicht geboten!
Nördlich von Port Douglas ist der Daintree Nationalpark zu empfehlen – hier geht der tropische Regenwald direkt in das Great Barrier Reef über und beide leben hier eng zusammen.
Wer nicht bis Port Douglas fahren mag, kann auch von Cairns aus den Regenwald um Kuranda u.a. aus einer Seilbahn bewundern.
Krokodile von Nahem kann man in Hartley’s Crocodile Adventures bestaunen.
Gen Westen startet in Cairns der Savannah Way – 3.700km (zumeist unbefestigt) bis Broome in Western Australia.

Outback Queensland

Zusammengefasst ist das das Inland Queenslands. Hier gibt es viel Outback und Wüste und ganz viel Nichts. Küstennah ziehen sich Nationalparks / Regenwälder von Süden bis Norden, doch dahinter muss man die besonderen Orte schon gezielt anfahren, die es zweifelsohne hier und da gibt.
Eine dieser Besonderheiten ist das größte Rodeo-Event der Südhalbkugel in Mount Isa. 26.000 Besucher lassen hier im August mit Cowboy-Hut, Jeans und Stiefeln Wild-West-Stimmung aufkommen.

Art des Reisens

Von International landete man meist in Brisbane, einige wenige Verbindungen gibt es auch nach Cairns. Inner-Australisch sind die meisten Städte entlang der Küste per Flugzeug zu erreichen.
Vor Ort lohnt es sich dann mit einem Wohnmobil oder mindestens Geländefahrzeug und Zelt zu reisen. Dabei sollten jedoch die Entfernungen nicht unterschätzt werden! Cairns – Sydney ist sicherlich in 2 Wochen zu schaffen, 3 Wochen wäre besser und noch mehr um alles noch entspannter zu entdecken.

Big Things

In Queensland befinden sich derzeit 114 „Big Things“. Die 7 herausragendsten sind:

  • Big Pinapple in Sunshine Coast, in Woombye
  • Big Barrel und Big Bottle in Bundaberg
  • Big Mango in Bowen
  • Big Gumboot in Tully, der feuchtesten Stadt Queenslands
  • Big Cassowary in Mission Beach
  • Big Watermelon in Chinchilla

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Urlaub in NSW

Das ist der Start in eine kleine Serie, in denen ich Urlaubsziele in den Bundestaaten vorstellen möchte. Den Anfang macht New South Wales (NSW) – und NSW hat mehr zu bieten als nur Sydney…

NSW besteht auch 8 touristischen Regionen:

  • South Coast
  • Sydney
  • Central Coast
  • North Coast
  • Hochebenen bzw. Gebirgsregionen der Great Dividing Range
  • Country NSW
  • Outback NSW
  • Lord Howe Island

Über diese 8 Regionen verteilen sich mehr als 870 Nationalparks und Reservate und die gesamte Küste ist gesäumt von tollen Stränden.

South Coast

Highlights an der South Coast sind die Batemans Bay ganz im Süden und die Jervis Bay. In der Jervis befindet sich auch der Hyams Beach – ein besonders weißer Strand, der wie auch die anderen Strände in dieser Bucht nur seichte Wellen und einen eher flachen Strand hat.
Westlich der Jervis Bay lockt das Kangaroo Valley zu einem Abstecher. Südlich von Sydney auf halbem Wege zur Jervis Bay gibt es wiederum ein nettes Blow Hole in Kiama – auch hier lohnt sich ein Stopp!

Central Coast

Die Central Coast nördlich von Sydney ist wunderbar für Tages- oder Wochenendausflüge geeignet. Die Strände sind hier deutlich touristischer mit Hotels und Resorts erschlossen.
Wer lieber eine Weinverkostung und Hinterland möchte, kann ins Hunter Valley fahren.

North Coast

Ab Newcastle nach Norden erstreckt sich die North Coast mit Port Maquarie, Coffs Harbour und Byron Bay. Neben tollen und eher ruhigen Stränden gibt es entlang der North Coast auch tolle Wälder und Nationalparks, wie z.B. den Dorrigo National Park westlich von Coffs Harbour. Er ist ein Überbleibsel des Gondwana Regenwaldes und bietet Wanderwege durch den Urwald hin zu wunderschöne Wasserfällen.
In Port Maquarie hat es das Koala Hospital Anfang des Jahres zu trauriger Berühmtheit gebracht, als hier die verwundeten Koalas des Black Summers 2019/2020 eingeliefert wurden, um wieder aufgepäppelt zu werden.
In Coffs Harbour lohnt sich ein Ausflug in den Big Banana Fun Park oder den Dolphin Marine Conservation Park, der neben 3 Delfinen auch geretteten Meerestieren ein Zuhause bietet.
Byron Bay kurz vor der Grenze nach Queensland ist das klassische Sommer-Strand-Urlaub-Domizil, wenn man in Festland-NSW bleiben möchte.

Great Dividing Range

Westlich der Küstengebiete zieht sich die Great Dividing Range von Norden nach Süden und beherbergt unter anderen die Blue Mountains sowie sie Snowy Mountains im Süden.
In den Snowy Mountains liegt mit dem 2228m hohen Mount Kosciuszko der höchste Berg des australischen Festlands. Damit gibt es hier im Winter Schnee zum Ski fahren und im Sommer Möglichkeiten zum Wandern und Mountain biking.
Die Australier fliegen zum Ski fahren jedoch lieber nach Neuseeland oder gar bis Japan, da die Bedingung dort besser und teilweise sogar preisgünstiger sind.
Das Weltnaturerbe Blue Mountains liegt westlich von Sydney und eignet sich hervorragend für einen Tagesausflug. Die Hochebene auf etwa 1000m üNN bietet tolle Wanderwege und einen eigenen Grand Canyon, an dessen Rand die „Three Sisters“ thronen. Diese kann man vom Echo Point in Katoomba, dem Hauptort der Blue Mountains, bestaunen.
Die Blue Mountains haben ihren Namen übrigens vom ausdunstenden Öl der Eukalyptusbäume, welches die Luft im Sommer blau schimmern lässt.

Country NSW

Weiter im Inland befindet sich dann die Region Country NSW.
In Bathurst sollte man in jedem Fall einen kleinen Abstecher zur Rennstrecke am Mount Panorama machen – diese ist nämlich außerhalb von Rennen eine normale öffentliche Straße. Außerdem bietet das Australian Fossil and Mineral Museum tolle Mineralien/Steine und sogar ein vollständiges T-Rex-Skelett.
In der Bathurst-Orange-Region kann man auch tolle Höhlen besichtigen – wir kamen bei unserer Rundreise jedoch zu spät und alle Besuchszeiten waren schon ausgebucht.
Etwa 400km nordwestlich von Sydney liegt Dubbo. Hier ist besonders der Taronga Western Plains Zoo herauszuheben. Aber auch das alte Gefängnis „Goal“ im Zentrum und die Royal Flying Doctors Experience lohnen einen Besuch.
Bei Parkes begeistert ein großes Radioteleskop.
Trundle hat zwar nur 687 Einwohner, aber eine der breitesten Main Streets des Landes – stolze 60m breit.
In Condobolin sollte man sich nicht die Kunstinstallation „Utes in the paddock“ entgehen lassen. Überhaupt hat hier jeder kleine Ort irgendetwas zu bieten oder eine besondere Geschichte zu erzählen.
Temora bietet mit dem Regional Museum eine regelrechte Überraschung. Hier lagern unzählige Schätze vom Rasenmäher, über die Nähmaschine, Feuerwehrauto bis zum Krankenwagen – dieses Museum ist sogar die offizielle Krankenwagensammlung von NSW – jede Generation ist hier mit einem Modell vertreten. Auch der alte Bahnhof ist zur Öffnungszeit einen Besuch wert, um sich in längst vergangene Zeiten zurückversetzen zu lassen.
Außerdem ist Temora der Nördliche Startpunkt des „Canola Trails“ – einem Rundweg an den Rapsfeldern der Gegend entlang, der sich natürlich besonders zur gelben Blühte lohnt.

Outback NSW

Im Outback ist eigentlich nur Broken Hill zu erwähnen – ein Goldgräberstädchen ganz im Westen, das heute vom Bergbau lebt. Ansonsten gibt es hier ganz viel Wüste.

Lord Howe Island

Lord Howe Island ist quasi der Außenposten NSWs 580km vor der Küste. Diese kleine Insel ist ein wahres Urlaubsparadies, welches vorwiegend mit Fahrrad befahren wird und sonst „nur“ tolle Strände und Korallenriffe zu bieten hat.

Big Things

Von den 150 „Big Things“ in Australien, befinden sich etwa 1/3 in NSW. Die 8 herausragendsten in NSW sind

  • Big Banana in Coffs Harbour
  • The Big Bogan in Nyngan
  • Big Merino in Goulburn
  • Big Trout in Adaminaby
  • Big Potato in Robertson
  • Big Golden Guitar in Tamworth
  • Big Prawn in Ballina
  • Big Tennis Racquet in Barellan

Vieler Australierinnen und Australier möchten gern einmal im Leben alle Big Things gesehen haben…

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