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Schlagwort: Slang

Slang 2

Der erste Slang-Beitrag kam gut an und in der Zwischenzeit sind mir noch viele weitere Begriffe und Gewohnheiten der Aussies aufgefallen. Somit gibt es hier eine zweite und sicherlich noch immer unvollständige Liste, was mir so im Alltag an australischer Mundart begegnet.

Allgemein

Aussprache

me statt my
Boots werden zu „Bühts“
R“aa“spberry – Himbeere mit langem a (nicht ä)
Data – mit langem a, statt ä

Abkürzungen

Hubby – Ehemann
Missus – Ehefrau
EOFY – End of Financial Year
Presser – Pressekonferenz
Prezzi – Present, Geschenk

Umgang miteinander

Morning – Good Morning
Have a good night
Too easy – no worries
Girl friend – Freundin einer Frau, ohne Beziehung
Fella – mate, Kerl
Bonza – cool, genial
I gotta go – I muss los
Posh – schick, elegant, aufgebrezelt
Low maintenance – hübsch ohne viel Aufwand und Schminke

Essen und Trinken

Deli – Delikatessen Shop, Feinkostladen
Cap – Cappuccino
White Choc – Weiße heiße Schokolade
Prawns – statt Shrimp – Garnelen
Prawning – Garnelen Fangen
Hungy Jacks – Australisches Burger King
Tomato Sauce – Ketchup (Tomato mit lange a, statt ä)
Aioli – Mayonnaise mit Knoblauchgeschmack
Damper on a stick – Stockbrot, Knüppelteig
Cook marshmallows – statt roast marshmallows
Stubby Holder – Bierdosenkalthalter
Bubbles – Sekt
Booze – Alkohol

Alltägliches

Slip Slop Slap – Eincremen, T-Shirt anziehen, Hut aufsetzen
Yeah Nah – Nein
Nah Yeah – Ja
First in best dressed – Wer zuerst kommt mahlt zuerst
That’s a bummer – Das ist der Wahnsinn
Pink Slip – Australischer „TÜV“
Green Slip – Haftpflichtversicherung
Blue Slip – Australischer „TÜV“ für ein derzeit nicht zugelassenes Auto
Bugger – verdammt, so ein Mist
Thingo – etwas, ein Ding
Pigeon hole – Postfach auf Arbeit
Dunny – Toilette
Doona – (dickere) Bettdecke
Car boot sale – Flohmarkt
Sunnies – Sonnenbrille
Scorcher – heißer Tag
Rashie – UV-Shirt zum Baden
Catch-22 – eine ausweglose Situation
Sparkie – Elektriker
Chippie – Carpenter, Zimmermann
Ambo – Krankenwagen
Bucks, Monies – Begriffe für Geld
Grand – 1000 Dollar
Bucks Party – Junggesellenabschied
Hens Party – Junggesellinnenabschied
Phillipshead Screwdriver – Kreuzschlitzschraubendreher
Pram – Kinderwagen, statt Stroller
Boomerang – ein Leihgegenstand, den man gerne wieder zurückhätte
Ding – Delle, z.B. im Surfboard oder im Autoblech
If it’s yellow let it mellow if it’s brown flush it down – Wassersparen beim Toilettengang
Furphy – Gerücht
Jocks, Undies – Underwear, Unterwäsche
am und pm bei der Uhrzeit
Fair Dinkum – etwas Echtes, Wahres, Authentisches
Cyclone – Hurricane, Tropensturm
Brolly – Regenschirm

Orte

Sydneysider – Einwohner von Sydney
Melbournians – Einwohner von Melbourne
Territorians – Einwohner des Northern Territory
Kiwis – Neuseeländer
Holidays – Urlaub, statt vacation
Schoolies – School Holidays, Schulferien
SEQ – South East Queensland
overseas – jegliche Reise außerhalb Australiens
PNG – Papua Neuginea
Staycation – Urlaub zu Hause oder im nahen Umfeld
Woollies – Woolworth, Supermarkt
Bowlo – Lawn Bowling Club, Bowling auf einem Open-Air-Rasenplatz

Tiere

Horsi – Pferd
Goati – Ziege
Doggy – Hund
Crock – Krokodil
Saltie – Salzwasserkrokodil
Wolfy – Wolf Spider
Mozzies – Mücken
Brumbies – Australische Wildpferde

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Typisch Australisch

Was ist eigentlich typisch Australisch? Da gibt es so einige Dinge… diese sind nicht unbedingt einzigartig auf der Welt, aber eben ganz normal hier und häufig zu finden. In dieser Folge gebe ich mal einen kleinen Einblick aus meiner Sicht der Dinge.

Im Alltag

  • Barfuß unterwegs
    • die Australierinnen und Australier laufen gern barfuß durch die Gegend
    • Selbst beim Autofahren sieht man sie immer mal wieder barfuß, obwohl das Gesetz natürlich geeignetes Schuhwerk fordert
    • Alternativ zu barfuß gehen auch die Flipflops, die hier „Thongs“ genannt werden
  • Männer tragen gerne Board Shorts – kurze Hose und Badehose in einem
  • Frauen sieht man in jeder Lebenslage in „Active Wear“ – also Leggins und Funktionsshirt
  • Die Einheimischen gehen gern ab 15 Uhr nach Hause – Zoo und Co. werden am etwas späteren Nachmittag also angenehm ruhig
  • Die Sprache hier ist Australisches Englisch – in den Slang muss man sich anfangs erst einmal reinhören. Die vielen verwendeten Abkürzungen machen es einem da nicht unbedingt leichter…
  • Dabei reden die Australierinnen und Australier gern viel – zumindest im Radio und TV, was uns bisweilen etwas auf die Nerven geht, wenn wir doch eigentlich Musik hören wollen

Umgang Miteinander

  • Australierinnen und Australier sind tendenziell sehr offen für neue Bekanntschaften
    • Der Pioniergeist von früher, als die ersten Siedler schnell Kontakte knüpfen mussten, um ihre Lebensgrundlage aufzubauen hat sich bis heute gehalten
    • Projekt-bezogene Freundschaften findet man bis heute in vielen Bereichen, z.B. auf Arbeit, in der Schule oder im Sportverein
  • „Give it a go“ – der Ausspruch schlechthin, wenn man anderen oder neuen Erfahrungen erstmal eine Chance gibt
  • Man denkt dem Busfahrer beim Aussteigen
  • Australierinnen und Australier sind leider eher unehrlich, wenn sie selbst Fehler gegangen haben, statt sich dessen zu stellen
  • Australien ist ein Schmelztiegel der Kulturen – bis auf die Ureinwohner sind ja alle irgendwann einmal zugereist
    • Trotzdem gibt es einen gewissen Rassismus in der Bevölkerung – neuen Einwanderern oder auch anderen Kulturen gegenüber
  • Australien wird immer wieder als „Nanny State“ abgestempelt
    • Das macht sich unter anderem in hoher Polizeipräsenz bemerkbar
    • Eventuell hängt es aber auch damit zusammen, dass die Australischen Kinder wohlbehütet zu Hause großgezogen werden und eben nicht die benötigte Selbstständigkeit von klein auf mit auf den Weg bekommen
  • Australierinnen und Australier sind recht aktiv im Ehrenamt
    • Feuerwehr, Katastrophenschutz oder auch Rettungsschwimmer an den Stränden – meist werden diese Einrichtungen nur durch Freiwillige verwaltet und betrieben
  • Royal Flying Doctors
    • Ein weiterer Dienst auf (bezahlter) Freiwilligenbasis
    • Die fliegenden Ärzte versorgen und vorsorgen die ländliche Bevölkerung in entfernten Gebieten, wo es keine Arztpraxen mehr gibt
  • Hier vertraut man in die Ehrlichkeit der anderen
    • Sei es die Kasse des Vertrauens am Honigstand
    • Nicht verschlossene Autos und Häuser oder
    • Der Beutel am Strand, der nicht bei der erstbesten Gelegenheit gestohlen wird
    • (das soll nicht heißen, dass es nicht trotzdem Kriminalität gibt)
  • Im Restaurant wird kein Trinkgeld erwartet
    • Als Gast erwartet man (zurecht), dass das Personal angemessen bezahlt wird
    • Gibt man trotzdem ein kleines Trinkgeld, ist die Freude meist groß
  • Im Taxi vorne sitzen
    • Auch im Taxi gilt eine Art Gleichwertigkeit zwischen Fahrgast und Fahrer, sodass man als einzelner Gast durchaus auf dem Beifahrersitz Platz nimmt

Autos

  • Auto sind hier meist groß, was stückweit auch mit den großen Entfernungen zu erklären ist, die hier regelmäßig zurückgelegt werden müssen
  • LKW sind standesgemäß noch größer … viel größer, um möglichst viele Waren effizient über die langen Entfernungen transportieren zu können
  • Auf der Autobahn darf man nur 110 km/h fahren, was die langen Entfernungen noch länger erscheinen lässt…
  • In Städte und Wohngebieten zeigt sich auch der Fokus auf das Auto:
    • Gehwege gibt nur an wirklich großen Straßen und
    • Kinder werden überall mit dem Auto hin kutschiert
  • Tradie-Autos sind hier ganz normales Stadtbild, also Pickups (hier Ute genannt) mit verschiedensten Aufbauten für das jeweilige Handwerk

Städte und wohnen

  • Städte bestehen hier meist „nur“ aus „Suburbs“
    • so wie in großen deutschen Städten wurde hier nie eingemeindet
  • Die Architektur ist oft sehr individuell, jedes Haus sieht anders als die Nachbarshäuser aus
    • Natürlich gibt es auch in Australien Siedlungsprojekte, wo die Häuser sehr ähnlich aussehen
  • Häuser werden oft aus Holz gebaut
  • In Städten gibt es „Gimmicks“
    • tolle Parks
    • mit beeindruckenden Spielplätzen
    • Picknickbereiche, oft sogar mit einer oder mehreren heißen Platten / BBQ (kostenlos)
    • Öffentliche Toiletten sind auch immer in Reichweite

Natur

  • Weltberühmt: die roten Wüsten und Steppen des Outbacks im Landesinneren
  • Gondwana Regenwald an der Ostküste Australiens
  • Eukalyptusbäume
    • Hier werden sie umgangssprachlich „Gum tree“ genannt
    • Es gibt viele verschiedene Arten
    • Einige Arten sind bei Koalas besonders beliebt
  • Es gibt sehr viele Nationalparks, die zum Schutz der Natur errichtet wurden, aber auch für den Menschen zur Nutzung
    • Oft gibt es Besucherzentren, Zeltplätze, Wanderwege
  • Viele Tiere, teils einzigartig in Australien:
    • Schlangen und Spinnen, einige davon hochgiftig
    • Beuteltiere wie z.B. Kängurus, Koalas, Wombats, etc.
    • Exotische Vögel, wie Kakadus, Loris, Papageien, etc.

Essen

  • Fastfood ist weit verbreitet
    • Und wird auch bis ins hohe Alter genossen
    • Fish & Chips
    • Hamburger
    • Pizza, etc.
  • Ganz berühmt: der „Snag“, das Würstchen vom Spenden-„Sausage Sizzle“ vor Bunnings, dem hiesigen Baumarkt
  • Es gibt aber auch gesunde Restaurants – gesundes Essen:
    • Avocados
    • Sauerteigbrot
    • Açaí Bowls etc.
  • Leckere, tropische Früchte, wie z.B. Mangos
  • Avocados sind sehr beliebt bei den Australierinnen und Australiern
  • Sie essen gern im Restaurant – eigentlich ist da immer was los
  • Alternativ darf es auch „Take away“ sein, also Essen zum Mitnehmen
  • Im Restaurant gibt es immer kostenlos Trinkwasser
  • Ein besonderer australischer Brotaufstrich ist Vegemite
    • Eine salzige Paste mit Hefeextrakt, den man sich hauchdünn auf sein Brot schmiert
    • Manche genießen es mit Butter, andere mit Käse oder Avocado
    • Geschmacklich sehr gewöhnungsbedürftig
  • Der „Nationalkuchen“ ist Pavlova
    • Er besteht aus einer Baiser-Basis, auf die geschlagene Sahne gegeben wird und darauf wiederum frische Früchte, wie z.B. Erdbeeren, Heidelbeeren, Passionsfrucht und ein paar Spritzer Zitronensaft
    • Es wird immer mit Neuseeland gestritten, wer ihn denn eigentlich erfunden hat
    • Der Name geht zurück auf die Balletttänzerin Anna Pavlova, da der Erfinder der Pavlova beim Anblick des Kuchens an ihr weißes Tutu erinnert wurde
  • Zu Weihnachten und Ostern gibt es auch besonderes Gebäck, welches auf die britische Vergangenheit zurückgeht:
    • Christmas Pudding zu Weihnachten, ein saftiger Kuchen mit Zimt und Rosinen
    • Hot-Cross-Buns zu Ostern, die entweder reine süße Brötchen mit einem aufgebackenen Kreuz oder aber mit Trockenfrüchten oder Schokolade gefüllt sind

Trinken

  • Australierinnen und Australier trinken eher viel Alkohol
    • Obwohl dieser sehr teuer ist
    • Alkohol ist nur ein separaten „Bottle Shops“ bzw. „Liquor Stores“ zu bekommen, manchmal auch in Supermärkten, dann aber in einer abgetrennten Ecke mit separaten Kassen
  • Allgemein haben Australierinnen und Australier gern einen Drink zu Hand, sei es ein Bier oder Wein beim Picknick oder der Party

Glücksspiel

  • Wenn auch etwas versteckt und nicht auf den ersten Blick erkenntlich, ist das Glücksspiel in Australien ganz groß
  • Es gibt große Casinos in den Innenstädten der Metropolen
  • Jeder RSL (eine Art Veteranenclub) oder Country Club hat einen Bereich mit Spielautomaten, die auch rege genutzt werden

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